Landesarbeitsagentur: Arbeitslosenzahlen gestiegen: Vorerst keine Trendwende

Nach einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr in Thüringen geht die Landesarbeitsagentur vorerst von einem weiteren Zuwachs bei den Erwerbslosenzahlen aus. 2023 habe die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen um 11,7 Prozent im Vergleich zu 2022 zugenommen, teilte Markus Behrens, Geschäftsführer der Agentur-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen am Donnerstag in Erfurt mit. Im Schnitt waren demnach knapp 65.000 Erwerbsfähige ohne Job, darunter rund 21.000 Langzeitarbeitslose. Für dieses Jahr sei ein Anstieg um 1,4 Prozent auf knapp 65.900 zu erwarten.

Nach einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr in Thüringen geht die Landesarbeitsagentur vorerst von einem weiteren Zuwachs bei den Erwerbslosenzahlen aus. 2023 habe die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen um 11,7 Prozent im Vergleich zu 2022 zugenommen, teilte Markus Behrens, Geschäftsführer der Agentur-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen am Donnerstag in Erfurt mit. Im Schnitt waren demnach knapp 65.000 Erwerbsfähige ohne Job, darunter rund 21.000 Langzeitarbeitslose. Für dieses Jahr sei ein Anstieg um 1,4 Prozent auf knapp 65.900 zu erwarten.

„Für eine Trendwende müsste es Anzeichen geben, dass sich Inflation und Energiepreisentwicklung merklich abschwächen“, sagte Behrens. Diese seien derzeit nicht in Sicht. Zudem sei weiterhin mit einer hohen Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Ländern zu rechnen, die erst in den Arbeitsmarkt integriert werden müssten. Der Zuzug von Ausländern sowie die konjunkturelle Entwicklung seien 2023 Hauptgründe für den Anstieg der Arbeitslosenzahl gewesen. So hätten sich energieintensive Betriebe des verarbeitenden Gewerbes von Personal getrennt. Zudem habe sich der Einbruch beim Wohnungsbau als Folge gestiegener Baukreditzinsen auf Jobs in Bauunternehmen ausgewirkt.