„Ein Krimi aus Passau“-Star Marie Leuenberger: „Passau kann ganz lieblich wirken“

Zwei neue Folgen „Ein Krimi aus Passau“ stehen an. Im Interview verrät die Schauspielerin Marie Leuenberger ihre Lieblingsorte und -szenen.

Zwei neue Filme der „Ein Krimi aus Passau“-Reihe (seit 2020) stehen auf dem Programm. Ausgestrahlt werden „Zeit zu beten“ und „Gier nach Gold“ am 25. Januar und 1. Februar jeweils um 20:15 Uhr im Ersten. Frederike Bader (Marie Leuenberger, geb. 1980) und Privatdetektiv Ferdinand Zankl (Michael Ostrowski, 51) geraten auch in diesen beiden Filmen wieder in Kriminalfälle in der Dreiflüssestadt.

Bei ihren inoffiziellen Ermittlungen müssen sie besonders vorsichtig sein, denn die ehemalige Polizistin aus Berlin ist im Zeugenschutzprogramm und wohnt seither mit ihrer Tochter Mia (Nadja Sabersky, 26) in Bayern. Wie es der gebürtigen Berlinerin Marie Leuenberger in der geschichtsträchtigen und malerischen, niederbayerischen Universitätsstadt gefällt, erzählt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Sie drehen zwei Filme im Jahr in Passau. Wie gefällt es Ihnen dort?

Marie Leuenberger: Passau kann ganz lieblich wirken bei schönem Wetter und sehr mystisch, wenn es grau und nebelig ist. Die Altstadt mit den dicken Mauern, schmalen Gassen, vielen Torbögen und Kirchen ist sehr beeindruckend. Und die Flüsse umschlingen die Landzunge, was dem Ort etwas Geheimnisvolles gibt.

Was ist Ihr Lieblingsort in Passau?

Leuenberger: In Passau spaziere ich am liebsten planlos umher, und ich finde immer wieder in einer versteckten, kleinen Gasse ein neues Café, das von Studentinnen und Studenten belebt wird. Das hat unglaublich viel Charme.

Sie haben schon an vielen Orten gelebt. Wie schwer fällt Ihnen Abschiednehmen und umziehen?

Leuenberger: Ich habe in meinem Leben in Berlin, Basel, München, Stuttgart, Hamburg und wieder in Berlin gelebt. Wenn ich das so aufzähle, dann bin ich selbst ganz erstaunt über die vielen Umzüge. Aber sie waren immer beruflich bedingt, und es winkte stets ein neues Abenteuer, was den Ortswechsel erleichterte. Jede dieser Städte verbinde ich mit einer bestimmten Lebenszeit. Der Neuanfang war nicht immer einfach, ich fühlte mich ja auch oft fremd, aber so lernte ich, mich zu öffnen und Neues in mein Leben zu lassen. Auch jetzt noch sind meine Freunde im deutschsprachigen Raum verteilt. Wir telefonieren regelmäßig und wann immer es geht, besuchen wir uns…

In den Passau-Krimis wirken Sie immer sehr sportlich. Wie halten Sie sich fit und was ist Ihr Lieblingssport?

Leuenberger: Ich liebe es, spazieren zu gehen, ob in der Natur oder in der Stadt, ganz egal. Und ich gehe gerne schwimmen und mache Yoga. Dabei kann ich Sachen verarbeiten, loslassen und abschweifen. Hinterher geht es mir immer besser, das ist großartig.

Welche Szenen aus den beiden jüngsten Krimis „Zeit zu beten“ und „Gier nach Gold“ werden sie nicht vergessen?

Leuenberger: Beim Dreh für „Zeit zu beten“ hatten wir einen sehr witzigen Drehtag im Kloster. Als wir alle auf der Matte lagen und dieses meditative Wortspiel spielten, hatten mein Kollege Peter Fieseler [Anwalt Jürgen Ritter, Red.] und ich einen Lachanfall. Solche Momente liebe ich.

Bei „Gier nach Gold“ war es besonders schön, wie mein Kollege Michael Ostrowski und ich zusammen improvisiert haben und wir manchmal auch Texte gesprochen haben, die so nicht im Drehbuch standen. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team, ich vertraue ihm und ich schätze seinen Humor sehr.

Sie haben schon viele internationale Auszeichnungen als beste Schauspielerin bekommen. Was bedeuten Ihnen diese Preise?

Leuenberger: Es ist sehr schön, einen Preis für seine Arbeit zu bekommen. Es ist ja eine Auszeichnung und eine Ehre, und kurzzeitig erfüllt mich das dann auch mit Stolz. Aber trotz mehrfacher Auszeichnung fängt man jede Arbeit immer wieder bei null an. Jeder Film bedeutet ein neues Abenteuer: Wie funktionieren wir als Filmteam? Wie läuft die Kommunikation mit der Regie? Wie ist das Zusammenspiel mit den Kolleginnen und Kollegen? Ich brauche viel Vertrauen zu all diesen Leuten, damit ich frei spielen kann. Und es ist nicht immer einfach, aber es ist jedes Mal aufregend. Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen.