US-Schauspieler Jeremy Renner: Positive Bilanz nach dem Schneepflug-Unfall

Rückblickend kann US-Schauspieler Jeremy Renner dem schrecklichen Schneepflug-Unfall vor einem Jahr auch Positives abgewinnen.

Für seinen beachtlichen Kampf zurück ins Leben war Schauspieler Jeremy Renner (53) Ende 2023 vom „People“-Magazin zu einer der „25 faszinierendsten Personen des Jahres 2023“ gekürt worden. Der Oscar-nominierte US-Star ist aber nicht nur deshalb ein Vorbild. Oder weil er vor einem Jahr eigentlich nur seinem Neffen zu Hilfe eilen wollte, als der schreckliche Schneepflug-Unfall passierte. Tatsächlich kann Renner dem Unglück heute auch etwas Positives abgewinnen.

Jeremy Renner: „Diese Maschine hat Gefühllosigkeit aus mir herausgequetscht“

In den vergangenen Monaten hat er nach eigenen Angaben gelernt, sich von einer weicheren Seite zu zeigen. „Diese Maschine hat sicherlich eine Menge Gefühllosigkeit aus mir herausgequetscht“, erklärt er dem „People“-Magazin. „Ich war nie verbittert, aber vielleicht immer ein bisschen abgestumpfter, ein bisschen härter. Und ich glaube, diese Verhärtungen sind jetzt einfach von mir abgekratzt. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich offen und wunderbar sensibel und jung“, fuhr er fort und fügt hinzu: „Ich habe viel Glück gehabt.“

Renner geriet am 1. Januar 2023 in der Nähe seines Hauses in Nevada unter das Kettenfahrzeug und wurde dabei schwer verletzt. Er soll mehr als 30 Knochenbrüche gehabt haben und „komplett erdrückt“ worden sein, wie es damals laut Medienberichten in einem Polizeibericht hieß. Anschließend verbrachte er mehr als zwei Wochen im Krankenhaus und musste sich mehreren Operationen unterziehen.

Die große Bedeutung seiner Familie und Freunde

Der „Hawkeye“-Star hat sich seitdem überraschend gut erholt und konnte im April sogar wieder auf den roten Teppich zurückkehren, wo er an der Seite seiner zehnjährigen Tochter Ava lief. Seine kleine Tochter, seine Familie und seine Freunde hätten ihn dazu gebracht, sich zu erholen, sagt er. Sie alle hätten ihm gezeigt, wie sehr er geliebt werde. „Alles ging irgendwie gut“, so Renner.

„Offensichtlich hatte ich eine Menge Hartnäckigkeit, ich hatte eine Menge Unterstützung, eine Menge Gründe, mich zu erholen. Das ist wirklich etwas Besonderes. Es gibt eine Menge Leute, die nicht so viel haben, die diese Dinge nicht haben, für die sie leben können.“ Renner weiter: „Es ging nicht darum, dass ich gesund werde. Es ging darum, sie zu heilen.“

Der Schauspieler sagt zwar, dass er so etwas sicher nicht noch einmal durchmachen möchte, aber er ist dankbar dafür, dass er seine Grenzen kennengelernt habe – die weitaus größer waren, als irgendjemand je erwartet hätte. „Ich weiß, wie weit ich gehen kann. Das ist eine ziemlich nützliche Information – sie gibt dir Parameter für dein Leben, und das ist ziemlich hoffnungsvoll“, erklärt er.

Werbespot mit Töchterchen Ava

Beim Super Bowl wird er in einem der prestigeträchtigen Werbeclips zu sehen sein. Der Spot ist für Renner etwas ganz Besonderes, denn er wird mit seiner Tochter Ava darin zu sehen sein, die er mit seiner Ex-Frau Sonni Pacheco teilt.

„Es ist ein Zeichen der Hoffnung für mich und auch für meine Tochter, und dies ist ein neuer Teil unserer gemeinsamen Genesungsreise und im Leben“, sagt er. „Wir sind ins Leben zurückgekehrt, raus aus dem Krankenhausbett, raus aus dem Haus, unter Leute gehen, einfach normale Dinge tun. Das bedeutet mir sehr viel, und ich bin sehr dankbar, dass ich das hier tun kann.“