Kopfverletzung in Wolfsburg: Ungewöhnliches Bundesliga-Debüt: Landesliga-Torwart springt für verletzten Linienrichter ein

Weil sich der Linienrichter verletzt hat und vom vierten Offiziellen vertreten wurde, musste beim Bundesligaspiel VfL Wolfsburg gegen den 1. FC. Köln das Schiedsrichter-Team komplettiert werden. Hilfe kam von der Tribüne.

Linienrichter Thorben Siewer ist beim Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln verletzt ersetzt worden. Weil der Unparteiische in der Folge vom vierten Offiziellen Nicolas Winter vertreten werden musste, übernahm ein Zuschauer von der Tribüne Winters Rolle zwischen den beiden Trainerbänken. Der Mann mit Schiedsrichter-Lizenz wurde via Stadiondurchsage gesucht und gefunden.

Klärungsversuch landet mitten in Linienrichter-Gesicht

Was war passiert? Bei einem Wolfsburger Angriff in der 14. Minute schoss der Kölner Abwehrspieler Max Finkgräfe den Ball in Seitenaus und traf den Linienrichter bei diesem Klärungsversuch aus kurzer Distanz unabsichtlich im Gesicht. Siewer wurde zunächst behandelt und dann in die Schiedsrichter-Kabine gebracht. Seinen Job übernahm sein Kollege Winter.

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Als der Stadionsprecher daraufhin per Lautsprecher-Durchsage einen Vertreter für Winter suchte, meldete sich der 32 Jahre alte Tobias Krull, der beim Wolfsburger Nachbarclub MTV Gifhorn in der Fußball-Landesliga als Torwart und Sportlicher Leiter tätig ist. Krull spielte in der Jugend selbst für den VfL Wolfsburg und hat einen Schiedsrichter-Schein.