Geschichte: Landesbischof warnt vor erneuter Judenfeindlichkeit

Zum Holocaust-Gedenktag hat sich Landesbischof Tobias Bilz besorgt über neuerliche Judenfeindlichkeit geäußert. „Mit Erschrecken nehmen wir wahr, wie tief verankert Judenfeindlichkeit noch in unserer Gesellschaft ist und wie sie derzeit wieder offen zutage tritt“, sagte der Leiter der evangelischen Landeskirche der Deutschen Presse-Agentur. „Wir setzen uns deshalb ein für Begegnung mit Menschen jüdischen Glaubens, politische Bildung und Besuche von Gedenkstätten.“

Zum Holocaust-Gedenktag hat sich Landesbischof Tobias Bilz besorgt über neuerliche Judenfeindlichkeit geäußert. „Mit Erschrecken nehmen wir wahr, wie tief verankert Judenfeindlichkeit noch in unserer Gesellschaft ist und wie sie derzeit wieder offen zutage tritt“, sagte der Leiter der evangelischen Landeskirche der Deutschen Presse-Agentur. „Wir setzen uns deshalb ein für Begegnung mit Menschen jüdischen Glaubens, politische Bildung und Besuche von Gedenkstätten.“

Er habe lange geglaubt, dass das mit dem Gedenktag verbundene „Nie wieder!“ selbstverständlich sei, erklärte Bilz. „Manch politische Position macht deutlich, dass dem nicht so ist.“ Der Platz der Kirche sei bei den Menschen, die an den Rand oder herausgedrängt werden sollen. „Jüdinnen und Juden sind unsere Glaubensgeschwister.“

In Sachsen sollte am Sonnabend vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Die zentrale Veranstaltung des Landes ist am Nachmittag in Leipzig geplant. Am Mahnmal in Abtnaundorf hält Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Gedenkrede, Landesrabbiner Zsolt Balla spricht ein Gebet. Danach will Kultusminister Christian Piwarz (CDU) im Neuen Rathaus die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ zum Leben von Anne Frank eröffnen.

Am 27. Januar 1945 hat die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. An diesem Jahrestag wird bundesweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.