Naturschutz: Nabu fordert stärkere Maßnahmen für Flussauen

Menschen, Tiere und Pflanzen profitieren von Auen. Doch für diese Naturräume muss mehr getan werden, erklärt ein Naturschützer.

Größere Auen an Flüssen können nach Ansicht des Naturschutzbundes (Nabu) Hessen die Hochwassergefahren für besiedelte Gebiete verringern. „Es ist aber darauf zu achten, dass breite Auwaldgürtel unterhalb einer Ortschaft nicht zu einem Rückstau in den Ort hineinführen“, warnte Nabu-Geschäftsführer Mark Harthun. Unkritisch seien hingegen offene Grünlandauen oder Gehölzbänder entlang der Gewässer.

Die Schaffung von Auen ist laut Nabu auch die Grundlage für eine dynamische Gewässerentwicklung. Sie biete den Raum für die Verzweigung und Verbreiterung von Gewässern sowie für Verlagerungen des Flussverlaufs. „Sowohl die Verbreiterung als auch jede Laufverlängerung führt zu einem langsameren Wasserabfluss und dient damit dem Hochwasserschutz“, sagte er. Für den Schutz und die Renaturierung von Auen seien künftig „sehr viel stärkere Maßnahmen“ nötig.

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