Musik: ESC für Conchita Wurst mehr denn je auch ein Friedensprojekt

Beim Eurovision Song Contest geht es – natürlich – um die Lieder. Doch die Botschaften des internationalen Wettbewerbes lauten auch seit jeher Respekt, Freundschaft und Frieden. Da sollten sich viele was abgucken, findet Conchita Wurst.

Für die österreichische Dragkünstlerin und Sängerin Conchita Wurst (35, „Rise Like a Phoenix“) hat der Eurovision Song Contest (ESC) als Friedensprojekt eine wichtige Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Der Wettbewerb habe gerade in diesem Jahr wieder eine extreme Power, sagte Conchita Wurst der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Weil er einfach abbildet, wie schön wir es miteinander haben könnten, wenn wir wohlwollend miteinander sind und nicht so zerfressen sind vor Angst.“ Ihrer Meinung nach ist Angst das Schlimmste. Damit werde ja auch im politischen Spielfeld viel geregelt. Das sei schlimm, weil diese Angst meist unbegründet und künstlich konstruiert sei. „Wenn man nur mit Negativität Erfolg hat, hat man als Mensch verloren.“ Dann entgehe einem doch so viel.

Das spüre sie auch in ihrem Privatleben, wenn sie mal Streit mit einer Freundin oder einem Freund habe. „Die Zeit, die ich damit verbringe, mich zu grämen oder zornig zu sein, die ist so anstrengend. Zu vergeben oder sich zu entschuldigen, ist einfach ein viel, viel schöneres Gefühl.“ Sie verstehe deshalb auch nicht, warum sich so viele Menschen mit Dingen beschäftigen, die sie gar nicht mögen. Sie habe deshalb einen klaren Appell: „Fuck it! Beschäftige dich damit, was dir Freude bereitet. Sei egoistisch, Mach das, was dich glücklich macht.“

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