Von Gosling bis Clinton: „Gibt keinen Ken ohne Barbie“: Promis reagieren auf die verpasste Oscar-Chance für Gerwig und Robbie

Jetzt springt Ken für „Barbie“ in die Bresche: Weil die Oscars den globalen Kinohit in zwei entscheidenden Kategorien übergangen haben, hagelt es Kritik für die Academy. Auch „Barbie“-Darsteller Ryan Gosling äußerte sich zu den Nicht-Nominierungen  – und noch einige Promis mehr. 

Es war die Überraschung bei den diesjährigen Oscar-Nominierungen: Weder Greta Gerwig noch Margot Robbie wurden für ihre Leistung als Regisseurin beziehungsweise Hauptdarstellerin in „Barbie“ berücksichtigt. Und das, obwohl der Film über eine Milliarde Dollar an den Kinokassen einspielte und acht Nominierungen erhielt, darunter auch als „Bester Film“. Als besonders ironisch wurde von vielen die Tatsache aufgefasst, dass Ryan Gosling hingegen für seine Rolle als Ken nominiert wurde. „Das ist buchstäblich der Plot von ‚Barbie'“, fasste es ein Nutzer auf „X“ zusammen. Mittlerweile haben zahlreiche Promis auf die Nicht-Nominierungen reagiert – darunter auch Gosling selbst. 

Kommentar Barbie

Eva Mendes lobt ihren Mann für seine Leistung als Ken

„Zu sagen, dass ich enttäuscht bin, dass sie nicht in ihren jeweiligen Kategorien nominiert wurden, wäre eine Untertreibung“, teilte der Schauspieler in einem Statement mit. Gerwig und Robbie seien hauptverantwortlich für den Erfolg des Filmes. „Es gibt keinen Ken ohne Barbie.“ Für seine Reaktion wurde Gosling im Netz gefeiert, unter anderem von seiner Kollegin America Ferrera, die ebenfalls für ihre Rolle in „Barbie“ nominiert wurde. Gosling sei brilliant als Ken. „Ich bin so dankbar, dass er mit seinem Hollywood-Glanz dazu kam und damit bis heute alle Frauen in diesem Film unterstützt“, kommentierte sie unter ein Instagram-Posting von Goslings Ehefrau Eva Mendes. Diese betonte, stolz auf ihren Mann zu sein. So viele Leute hätten versucht, ihn zu beschämen und davon abzubringen, die Rolle anzunehmen, die ihm nun eine Oscar-Nominierung einbrachte.

Sogar Hillary Clinton kommentierte das „Barbie“-Drama

Ferrera äußerte sich außerdem zu Gerwig und Robbie, sagte „Variety“, sie sei „unglaublich enttäuscht“, dass die beiden Frauen nicht nominiert worden sind. Tatsächlich sorgten die Nicht-Nominierungen beinahe für größere Schlagzeilen als die Nominierungen. Selbst die US-Politikerin Hillary Clinton mischte sich ein. „Greta und Margot, auch wenn es weh tut, an der Kinokasse zu gewinnen aber kein Gold mit nach Hause zu nehmen, lieben euch Millionen von Fans. Ihr seid beide mehr als ‚Kenough‘,“ schrieb Clinton auf „X“ in Anspielung auf einen Witz im Film. Ihr dazugehöriger Hashtag #HillaryBarbie trendete kurzzeitig.

Der US-Schauspieler John Stamos, bekannt aus „Full House“, drehte sogar ein kurzes Spaß-Video, in welchem er Ken spielte und schrieb dazu: „Das hier ist für Greta Gerwig und Margot Robbie, die einen Film erschaffen haben, der gute Kritiken bekam und zum Popkultur-Phänomen wurde und der sich aus dem Blickwinkel von Barbie feministischen Themen widmete und patriarchale Normen herausgefordert hat.“ 

Und die Schauspielerin Michelle Yeoh, die im vergangenen Jahr einen Oscar gewann drückte laut „Today“ ihre Erleichterung darüber aus, dass „Barbie“ immerhin als Bester Film nominiert wurde. „Aber man fragt sich schon, wie man als Bester film nominiert werden kann, aber nicht als beste Regie oder beste Hauptdarstellerin.“ Es täte ihr leid für die beiden. 

Kritik Poor Things12:55

Immerhin: Sowohl Margot Robbie als auch Greta Gerwig können trotzdem auf einen Oscar hoffen: Gerwig ist gemeinsam mit Noah Baumbauch für das beste adaptierte Drehbuch nominiert, Robbie als Produzentin von „Barbie“. 

Quellen: „CBS News“, „Variety“, „People“