Hildburghausen: Ex-Linke-Bürgermeister will zum Wagenknecht-Bündnis wechseln

Der frühere Landtagsabgeordnete und Ex-Bürgermeister von Hildburghausen, Tilo Kummer, will zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wechseln. „Das habe ich heute meiner Partei mitgeteilt – mit Schmerzen“, sagte der 55 Jahre alte bisherige Linke-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zuerst hatte das „Freie Wort“ über die Personalie berichtet. Einen Ausschlag für seine Entscheidung gab laut Kummer auch das schlechte Abschneiden des Linke-Kandidaten bei der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis vor knapp zwei Wochen.

Der frühere Landtagsabgeordnete und Ex-Bürgermeister von Hildburghausen, Tilo Kummer, will zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wechseln. „Das habe ich heute meiner Partei mitgeteilt – mit Schmerzen“, sagte der 55 Jahre alte bisherige Linke-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zuerst hatte das „Freie Wort“ über die Personalie berichtet. Einen Ausschlag für seine Entscheidung gab laut Kummer auch das schlechte Abschneiden des Linke-Kandidaten bei der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis vor knapp zwei Wochen.

Mit Ralf Kalich (Linke) sei ein „sehr geeigneter Kandidat“ an den Start gegangen, dann aber nur bei 6,9 Prozent gelandet. Dagegen erhielt der AfD-Kandidat Uwe Thrum 45,7 Prozent der Stimmen. Am Sonntag entscheidet eine Stichwahl zwischem ihm und dem CDU-Politiker Christian Herrgott, wer neuer Landrat wird.

„Ich erlebe es jeden Tag, dass es einen Riesen-Frust auf etablierte Parteien gibt“, sagte Kummer. Es ist in Thüringen der zweite prominente Wechsel von der Linken zum BSW. Zuvor hatte die langjährige Oberbürgermeisterin von Eisenach, Katja Wolf, öffentlich gemacht, dass sie von der Linken zum BSW wechselt.

Wie Wolf erwägt auch Kummer eine Kandidatur bei der Landtagswahl. In der vergangenen Legislaturperiode saß Kummer bereits als Abgeordneter für die Linke im Thüringer Parlament – und kümmerte sich dort vor allem um Landwirtschaftsthemen. Ihm sei wichtig, dass es beim BSW ein „gutes Angebot für den ländlichen Raum“ gebe. In Thüringen wird am 1. September ein neues Parlament gewählt.