Alle im Test mit Problemen: Bürostühle bei Warentest: Warum nur einer gerade so gut ist – und welche Sie stattdessen kaufen sollten

Mit dem Siegeszug des Homeoffice in der Pandemie stieg auch der Bedarf nach guten Bürostühlen zuhause. Die sind offenbar aber gar nicht so leicht zu finden – das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest.

Wer lange im Sitzen arbeitet, weiß einen guten Stuhl zu schätzen. Doch die Wahl ist gar nicht so leicht. In einem aktuellen Test hat Stiftung Warentest acht Stühle ins Labor geholt – mit ernüchterndem Ergebnis. Nur einer der Stühle überhaupt schaffte eine gute Note und auch das gerade so. Zum Glück hat Warentest Alternativen parat.

Bürostühle bei Warentest: Nur ein guter im Test

Das durchwachsene Testergebnis hat einen einfachen Grund: Jeder einzelne der Stühle hat eine oder gar mehrere Baustellen, wenn auch teils in sehr unterschiedlichen Bereichen. So hielten manche Modelle im Langzeittest nicht durch, etwa weil sich die Armlehnen irgendwann nicht oder nur noch schwer justieren ließen. Andere sind schlicht gefährlich: Der Pro-Tec 300 des Herstellers HjH Office und der 2228 AV3D_SYM++ von Mayer Sitzmöbeln stehen so unsicher, dass sie umfallen können. Der HjH-Stuhl nach hinten, der von Mayyer kann zusätzlich auch noch zur Seite umkippen. Das hat Folgen: Obwohl die Stühle sonst ordentlich abschnitten, wurden beide wegen der Gefahr für die Sitzenden auf „Mangelhaft“ abgewertet. 

Auch der Testsieger, der Home Worx Office 95 von Höffner, ist leider nicht ohne Problem. Zwar schneidet er in vielen Bereichen wie der Ergonomie, der Haltbarkeit oder der Sicherheit gut ab. Ausgerechnet bei der Polsterung versagt er aber. Sie ist laut Warentest viel zu dünn. „Wer draufsitzt, kann die Unterkonstruktion spüren“, heißt es im Test. Das Testergebnis ist wegen der anderen Teilnoten allerdings gerade noch „gut“ (2,5). Der Stuhl kostet 420 Euro.

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Diese Bürostühle sind wirklich gut

Das schlechte Ergebnis überraschte auch die Tester – weil es im letzten Test aus dem August 2021 noch fünf „gute“ Wertungen gegeben hatte. Entsprechend empfehlen die Experten auch, lieber einen dieser Stühle zu kaufen.

Am besten schnitt dort der Dauphin Trendoffice to-Strike SK9248 Pro ab. Er bietet guten Sitzkomfort, ist enorm haltbar und steht stabil. „Gut“ (2,0) wertet Warentest entsprechend. Der Stuhl ist gelegentlich ab 260 Euro zu bekommen, kostet sonst um 320 Euro. Auf dem zweiten Platz folgt der Nowy Styl Navigo. Der schneidet ähnlich gut ab, ist wird aber minimal weniger sicher bewertet. Mit seiner „guten“ (2,2) Gesamtwertung macht man aber auch wenig falsch. Dank seines Preises ab 260 Euro nennt Warentest ihn auch im aktuellen Test weiter als Preistipp. 

Darauf sollte man beim Kauf eines Bürostuhls achten

Ganz allgemein kommt es bei einem Bürostuhl aber vor allem auf eines an: Kann man selbst darauf bequem und lange sitzen? Stiftung Warentest rät daher dazu, die Kandidaten möglichst im Laden probezusitzen. Ist das nicht möglich, sollte man Sitzhöhe und -tiefe für sich abmessen. Für erstere muss man die Unterschenkel von der Kniekehle bis zur Fußsohle messen, für letztere die Oberschenkel von der Kniekehle bis zum Rückenansatz. Fallen die so gemessenen Werte nicht in den für den Stuhl angegebenen Größenbereichs des Herstellers, lässt sich der Stuhl nicht so anpassen, dass man darauf bequem sitzen kann. 

Weitere zu beachtende Punkte sind der Bezug und die richtigen Rollen. Wer viel schwitzt, sollte etwa auf Kunstleder verzichten, rät Warentest. Atmungsaktiver sind Stoff- oder sogar Mesh-Bezüge. Bei den Rollen kommt es ganz auf den Untergrund an. Auf Teppich empfehlen sich den Experten zufolge harte Rollen. Wer auf Stein oder Holz rollt, sollte lieber weiche wählen, um den Boden zu schonen.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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