TV-Kritik: „Ein Nilpferd“, sagt sie und zeigt auf einen Büffel: „Die Bachelors“ und ihre Frauen auf Safari

Knisternde Erotik und Gespräche über Gesäße: In Folge zwei tasten sich „die Bachelors“ im wahrsten Sinne des Wortes an die Frauen heran. Und dann geht es auch noch auf Safari. Nicht jedem Löwen gefällt das. 

Es ist erst die zweite Folge der „Bachelors“ und schon kommt es zu einem Körperkontakt, der Dennis den verbliebenen Verstand raubt. Zu seinem ersten offiziellen Date hat er Trampolin-Rebecca eingeladen. Wir erinnern uns: die Dame, die den Bachelor beim Blind Date hüpfend wie ein Hampelmann im Weltall begrüßte. Zu dem besonderen Anlass trägt sie ausnahmsweise nicht ihren orangefarbenen Ganzkörper-Sportanzug sondern einen orangefarbenen Ganzkörper-Freizeitlook. Als die beiden sich in ein Kleinflugzeug zwängen, kommt es zu dem erotischen Moment. „Ihre Hand war auf meinem Oberschenkel“, schwärmt Dennis. „Das hat mir schon sehr gut gefallen.“

Bachelor Nummer zwei, Sebastian, liegt derweil breitbeinig mit Kandidatin Leonie im Arm auf einem Katamaran. Während Leonie erzählt, lächelt er vor sich hin. „Mein Kopf hat an was völlig anderes gedacht, meine Ohren waren leicht auf Durchzug“, sagt er. Bis ein Schlagwort seine innere Alarmanlage auszulösen scheint. „Möchtest du auch mal heiraten?“, fragt Leonie. Was man beim ersten Date eben so fragt. Er antwortet: „Ich würde es machen, wenn ich weiß, dass meine Partnerin das gerne möchte. Ich von mir aus muss es nicht haben.“ Und verschweigt mal eben, dass seine letzte Beziehung nach der Verlobung gescheitert ist.

Währenddessen dürfen Dennis und Trampolin-Rebecca in einer Lagerhalle für Kleinflugzeuge auf einem Sofa Platz nehmen. „Wunderschön“, finden sie. Es folgen Gespräche, die jeder Achtsamkeitstrainerin auf Instagram den Atem rauben würden. Dennis hat analysiert, dass Trampolin-Rebecca „einen taffen Kern, aber bestimmt auch eine verletzliche Seite“ hat. Er hat also festgestellt, dass sie doch kein aufziehbarer Hampelmann, sondern ein Mensch ist. Er selbst sei auch nicht immer gut gelaunt, hat er reflektiert, sondern „irgendwo auch ein bisschen verletzlich.“ 

Trampolin-Rebecca ist beeindruckt. „Sowas hab ich noch nie erlebt, dass man so viel gemeinsam hat“, sagt sie. Wir halten fest: Beide sind nicht immer gut drauf und beide haben eine verletzliche Seite. Wenn sie jetzt noch feststellen, dass sie beide regelmäßig schlafen, trinken und essen, kann RTL schon mal die Traumhochzeit im Trampolinpark planen. Man sieht Dennis und Rebecca schon Hand in Hand vor dem Altar hüpfen, sie in einem Traum aus orangefarbenem Tüll, während der Pastor, ebenfalls auf und ab hüpfend, verkündet: „Sie dürfen die Braut jetzt anspringen.“ 

Wer sind nur diese „Big Five“?

Die zurückgelassenen Konkurrentinnen werden derweil langsam unruhig. Das Warten sei „abfuck“. „Da fällt dir die Decke auf den Kopf“, sagt Kandidatin Lisa in der Luxusvilla mit traumhaftem Garten, Pool und zig Zimmern in Kapstadt. Als Leonie strahlend zurückkehrt, nimmt die Runde sie ins Verhör.

Am nächsten Tag beschwert sich Lisa, dass Leonie allen alles „unters Gesicht reiben“ müsse. „Das wär die erste, die ich hier vom Aussehen rausgewählt hätte“, zischt sie aus aufgespritzten Lippen, die den Beinen eines Ballonhundes ähneln. 

„Bachelors“ Kritik 22.20

Was für ein Glück, das schon die nächste Überraschung wartet: das erste Gruppendate mit beiden Bachelorn gleichzeitig. Praktisch, offene Beziehungen liegen ja ohnehin im Trend.

Die angekündigte Aktivität aber stellt die Beteiligten vor ein Rätsel. Schon das Vorlesen des Briefes bereitet Kandidatin Kim Schwierigkeiten. Und dann erst der Inhalt: „Wir haben ein Rendez-Vous mit den Big Five“, trägt sie mit einem großen Fragezeichen in Blick und Stimme vor. Ob das wohl Tiere sind? „Pinguine?“, fragt Katja. „Krokodil?“ 

„Also meine Big Five sind Bankdrücken, Klimmzüge, Dips, Kniebeugen und Kreuzheben“, sagt Dennis. Was auch immer Dips jetzt damit zu tun haben. Angesichts wunderschöner Landschaften und Zebras kommt dem Fitness-Jünger später auf der Safari dann auch nur eine Frage in den Sinn: „Wie wichtig ist euch ein guter, trainierter Hintern bei einem Mann? Schaut ihr auf sowas?“ Die Frauen sind sich einig: „Nicht so, nee.“ „Mein Hintern ist mir wichtiger als deiner“, sagt Brenda. Der Bachelor lacht zwar, trauert in Wahrheit aber wahrscheinlich gerade den 365 Stunden im Jahr Hinternmuskulatur-Aufbautraining hinterher. 

Feel you, Löwe

Die Kandidatinnen sind schon wieder abgelenkt. Sie sehen einen Löwen. „Oh hiiiii“, kreischen sie und winken, als würden sie erwarten, dass der Löwe die Tatze hebt und ihnen zunickt. Sein hoheitsvoll vernichtender Blick sagt alles. Feel you, Löwe. Später entdeckt Kandidatin Larissa auch noch „ein Nilpferd“ und zeigt dabei auf einen Büffel. Sie habe ihre Brille im Auto, sagt sie. 

Am Ende bekommen fast alle eine Rose, nur die schüchterne Bianca und die brünette Laura dürfen nach Hause fliegen. Laura hat vorher sogar noch die Big Seven in freier Wildbahn gesehen: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard und dazu zwei Bachelors. Die beste Vorbereitung für die Teilnahme am nächsten Dschungelcamp.