„Bares für Rares“: Superman kommt – und die Händler werden zu kleinen Jungs

Dieses Objekt weckte bei „Bares für Rares“ das Kind im Mann: Eine Superman-Figur sorgte bei den Händlern für große Begeisterung – und bescherte dem Verkäufer deutlich mehr Geld als erwartet.

Eine überlebensgroße Superhelden-Figur hat Jochen Kiko mit dabei, als er sich dem Pulheimer Walzwerk nähert. Der 57 Jahre alte Einzelhandelskaufmann aus Delbrück hat einen guten Grund dafür, sich von seinem Superman zu trennen: Er nimmt bei ihm daheim zu viel Platz weg. 

Doch bevor sich Horst Lichter der Figur zuwendet, interessiert er sich für seinen Gast. Der gibt als Hobby Tanzen an, hält sich dabei jedoch nicht für sonderlich taktvoll: „Ich bin der Einzige, der es schafft, jeden Tanz auf jedes Lied tanzen zu können“, sagt er. Sven Deutschmanek kann dagegen „nur diesen Schützenfest-Tanz“, den er sogleich mit dem Moderator vorführt. Es ist eher ein unrhythmisches Rumschunkeln – das bei Lichter für großes Gelächter sorgt. 

„Bares für Rares“: Begeisterung im Händlerraum

Nun aber zu dem eigentlichen Grund von Kikos Besuch: Deutschmanek liefert erst einmal ein paar Hintergründe über die Entstehungsgeschichte dieses Superhelden, der 1930 entwickelt wurde, doch erst 1938 als Comic erschienen ist. Die hier aufgestellte Figur sei jedoch neueren Datums, so der Experte. 2013 kam der Film „Man of Steel“ heraus, in dem der Brite Henry Cavill die Rolle des Clark Kent übernahm. Produziert wurde der Aufsteller in Deutschland, von der in Mannheim ansässigen Firma Muckle Mannequins. Die Produktion war auf 777 Exemplare limitiert, doch es wurden nur rund 600 Stück verkauft. 550 Euro hätte Kiko gerne für seinen Superman. Die Expertise liegt deutlich drüber: Deutschmanek taxiert den Wert auf 1000 bis 1200 Euro. 

Im Händlerraum stößt die gewaltige Figur auf große Begeisterung – vor allem bei den Männern in der Runde. Während Elke Velten-Tönnies sitzen bleibt, stürmen die vier Herren hinter ihrem Pult hervor und nehmen den Superman mit kindlicher Begeisterung in Augenschein. 

FS Bares für Rares Experten

Daniel Meyer startet mit 1000 Euro, damit ist der Schätzwert schon mit dem ersten Gebot erreicht. Im Duell mit Julian Schmitz-Avila steigt er Preis schnell in die Höhe, erst bei 1700 ist Schluss. „Ich hab mir einmal so eine Figur entgehen lassen, das habe ich bitterböse bereut“, sagt Schmitz-Avila. Diesmal hat er es besser gemacht! In seiner unbändigen Freude über seinen Kauf ist der 37-Jährige wieder zum kleinen Jungen geworden.

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