Banken: Sechs gesprengte Geldautomaten im Norden

Sechsmal sprengten Kriminelle 2023 Geldautomaten in Schleswig-Holstein. Ein weiteres Mal blieb es beim Versuch. In den Vorjahren gab es zwar mehr Fälle, aber dabei blieb es auch häufiger bei einem Versuch.

Die Zahl der Sprengungen von Geldautomaten in Schleswig-Holstein ist in diesem Jahr minimal angestiegen, die Zahl der Versuche gesunken. „Eine signifikante Steigerung oder Verringerung dieser Taten ist derzeit nicht zu erkennen“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. In sechs Fällen sprengten Täter Geldautomaten. In einem weiteren Fall blieb es beim Versuch. Zuletzt wurde am 22. Dezember eine Sprengung in Ahrensbök bei Lübeck bekannt. 2022 hatte es insgesamt neun Fälle gegeben, allerdings blieb es in fünf davon beim Versuch.

Die Zahlen hätten in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren stets geschwankt, sagte die Sprecherin. Mittlerweile setzten die Täter auch im Norden überwiegend Festsprengstoff ein. Banken und Sparkassen hätten in Schleswig-Holstein begonnen, ihre Automaten aufzurüsten und besser zu sichern. „Dies führte in diesem Jahr mehrfach dazu, dass die Täter trotz erfolgreicher Sprengung nicht an das Geld gelangen konnten.“

In einem Fall aus Oststeinbek (Kreis Stormarn) gab es 2023 eine Festnahme in Niedersachsen. „Aktuell läuft die Hauptverhandlung, ein Urteil wird in Kürze erwartet“, sagte die Sprecherin.