Weihnachtszeit: Volle Adventszeit: Wie Freundlichkeit uns hilft, weniger gestresst zu sein

Eigentlich sollte die Adventszeit besinnlich sein, doch zahlreiche Besorgungen und ein voller Terminkalender erzeugen bei vielen Menschen Stress. Wie Freundlichkeit dagegen helfen kann. 

Stress in der Adventszeit ist weit verbreitet. Die Kalender quillen im Dezember über an Terminen, Plätzchen wollen noch gebacken und Geschenke gekauft werden. Besinnlich geht es in den letzten Wochen des Jahres bei den Wenigsten zu. Oder mit den Feiertagen kommt die Trauer wieder hoch, weil ein geliebter Mensch verstorben ist. Weihnachtszeit bedeutet für viele Menschen eben auch, dass sie sich traurig, einsam und gestresst fühlen. Doch es gibt ein einfaches Mittel, um sich ein wenig besser zu fühlen: Freundlichkeit.

Bei einer Umfrage der American Psychiatric Association (APA) gaben 89 Prozent der Befragten an, dass sie sich selbst etwas besser fühlen, wenn sie eine andere Person freundlich behandeln. Und 90 Prozent der Befragten fühlen sich etwas besser, wenn ihnen jemand eine freundliche Geste entgegenbringt. Das kann ein Lächeln sein, die Tür aufhalten, einer fremden Person ein Kompliment machen oder sie grüßen. 

Es kann auch bedeuten, Geld zu spenden oder an einen Bedürftigen zu verschenken. „Wenn wir uns gestresst oder traurig fühlen, hebt es unsere Stimmung, wenn wir etwas für andere tun, egal wie klein,“ sagt der APA-Präsident Petros Levounis in einer Mitteilung. An der Umfrage haben 2210 Erwachsene im Oktober 2023 teilgenommen.

Psychohygiene 6.30

Freundlichkeit zahlt sich aus

Auch einige Studien haben sich mit uneigennützigem Verhalten beschäftigt. 2008 haben Forschende herausgefunden, dass es uns wahrscheinlich glücklicher macht, wenn wir Geld für andere ausgeben und nicht für uns selbst. Tian-Yi Hu und sein Team haben festgestellt, dass altruistisches Verhalten ein warmes Gefühl in uns auslöst. Eine Untersuchung von David R. Cregg und Jennifer S. Cheavens legt gar nahe, dass freundliche Handlungen sich stärker auf unser Wohlbefinden auswirken als Techniken aus der Verhaltenstherapie. Der Grund dafür könnte sein, dass freundliches Verhalten unsere sozialen Bindungen stärkt – und diese ein Faktor für unser Wohlbefinden sind.

Bei aller Hektik der Adventszeit gilt es also, besser einmal nett den Verkäufer anzulächeln oder der nächsten Kundin die Tür aufzuhalten – so fühlen sich alle wohler und empfinden weniger Stress.

Quellen: American Psychiatric Association, Journal of Positice Psychology, Science, Journal of social Psychology, Frontiers